Dienstag, 4. Oktober 2011

Gail Carriger in Frankfurt

Die Autorin der “Parasol Protectorate”-Bücher wird zur Buchmesse in Frankfurt sein. Die Bücher von Gail Carriger sind in Deutschland unter den Titeln “Glühende Dunkelheit”, “Brennende Finsternis” und “Entflammte Nacht” bei Blanvalet erschienen.

Fans der Reihe haben bereits vor Beginn der Buchmesse die Möglichkeit, Gail Carriger zu treffen und sich ihre Bücher signieren zu lassen.
“[…]without having to deal with the madness of the Book Fair”
Das Treffen soll am Dienstagabend in einem Pub in Frankfurt stattfinden. Die genauen Infos dazu findet ihr entweder auf dem Blog von Gail Carriger oder auf der Facebookseite des Events.

Übrigens kann ich jedem, der sie noch nicht kennt, die “Parasol Protectorate”-Reihe nur wärmstens ans Herz legen.

Samstag, 6. August 2011

Arbeit am letzen Nightrunner-Roman

Auf ihrem Blog hat Lynn Flewelling mitgeteilt, dass sie mit der Arbeit am siebten und letzten Nightrunner-Roman begonnen hat. Der vorletzte Band “Casket of Souls” soll im Mai 2012 erscheinen.

Ich habe mich ja schon bei meiner Rezension zu “Glimpses” als großer Nightrunner-Fan geoutet und natürlich gefällt mir der Gedanke gar nicht, von Seregil und Alec (und vor allem von Thero) Abschied nehmen zu müssen. Aber Lynn Flewelling hat auch angekündigt, dass sie zusätzlich zum siebten Band noch an “Glimpses II” arbeitet (also an einer zweiten Nightrunner-Kurzgeschichtensammlung). Außerdem schließt sie nicht aus, dass sie auch weiterhin Kurzgeschichten aus der Nightrunnerwelt schreiben wird.

Montag, 31. Januar 2011

“City of Bones” von Cassandra Clare

Cassandra Clare
"City of Bones"
McElderry Books
Ich war bereits von dem Hörbuch zu “City of Bones” sehr angetan. Zu Weihnachten hat das Christkind dann die ganze “The Mortal Instruments”-Trilogie von Cassandra Clare bei mir gelassen. Was soll ich sagen? Ich bin begeistert. Der Inhalt des ersten Bandes stimmt natürlich mit dem des Hörbuchs überein:

Die 15jährige Clary ist schockiert, als sie in einer Disko beobachtet, wie drei Teenager einen Jungen in ein Hinterzimmer locken und dort ermorden. Vor allem, weil niemand sonst die drei, die sich selbst als Shadowhunter bezeichnen, wahrnimmt und die Leiche sich buchstäblich in Luft auflöst.

Kurz darauf verschwindet Clarys (alleinerziehende) Mutter Jocelyn und Clary wird von einem Monster angegriffen. Jace, einer der drei Shadowhunter rettet sie und nimmt sie mit ins Institut, einem Zufluchtsort für Shadowhunter.

Im Institut erfährt Clary einiges über die Vergangenheit ihrer Mutter, die selbst eine Shadowhunter war und vor ihrem früheren Ehemann geflohen ist. Eben dieser Ex-Ehemann (Valentine) hat Jocelyn nun in seiner Gewalt, denn bei ihrer Flucht hat sie etwas mitgenommen, was Valentine unbedingt wieder haben will.

Clary muss nun nicht nur ihre Mutter finden, sondern sich auch mit ihren Gefühlen für Jace herumschlagen. Und dann ist da noch Simon, Clarys bester Freund, der nicht viel von Clarys neuen Shadowhunter-Freunden hält und am aller wenigstens von Jace.

Der erster Band von “The Mortal Instruments” (oder “Chroniken der Unterwelt”, wie die Reihe auf deutsch heißt) besticht vor allem durch actionreiche Handlung und viel Wortwitz. Jace ist unglaublich schlagfertig und bringt sich mit seiner großen Klappe regelmäßig in Schwierigkeiten. Es ist großartig.

Auch Clary, die weibliche Hauptperson, ist sehr gut gelungen. Sie ist sympathisch und eine starke Figur, ohne dass es übertrieben ist. Ich kann es nicht leiden, wenn eine Figur mit einer völlig neuen Gegebenheit konfrontiert wird und sofort alles händeln kann. Das ist bei Clary nicht der fall. Sie wächst langsam in ihre neue Situation hinein.

Die Nebencharaktere sind sehr liebevoll gestaltet und füllen das Buch mit Leben. Mein Liebling ist definitiv Magnus Bane, ein etwas exzentrischer Warlock, der Glitter liebt. Aber auch Alec und Isabelle, Jaces Ziehgeschwister sind auf ihre Art sehr liebenswert.

Das Ende des Buches ist richtig überraschend und lässt den Leser sprachlos zurück. So muss es sein!

Es wird insgesamt sechs Bände in dieser Reihe geben. Außerdem hat Cassandra Clare mit “Clockwork Angel” den ersten Band einer weiteren Shadowhunter-Reihe veröffentlicht, die aber nicht im New York der Gegenwart, sondern im London des 19. Jahrhunderts spielt.

Aut Twitter findet ihr Cassandra Clare unter @cassieclare.

Donnerstag, 13. Januar 2011

“Zeichen des Silbers” von Patricia Briggs

zeichen-des-silbers-briggs
Patricia Briggs
"Zeichen des Silbers"
Heyne
“Zeichen des Silbers” ist der fünfte Band von Patricia Briggs “Mercy Thompson”-Reihe. Ich liebe diese Serie, anders kann man es nicht sagen. Und auch diesmal hat mich Patricia Briggs nicht enttäuscht.


Mercedes Thompson (genannt Mercy) hat gleich mehrere Probleme: Adam, der Alpha des örtlichen Werwolfrudels, hat sie zu einem Rudelmitglied gemacht. Mercy ist aber keine Werwölfin, sondern eine Walkerin, die sich in einen Kojoten verwandeln kann. Einige Werwölfe scheinen damit Probleme zu haben, denn plötzlich nutzt jemand die Rudelverbindung gegen Mercy.

Aber fürs Erste muss Mercy dem Rest des Rudels sowieso aus dem Weg gehen. Ihr Mitbewohner/Werwolf Samuel hat die Kontrolle über seinen inneren Wolf verloren. Bis der Wolf wieder bereit ist, Samuel die Führung zu überlassen, darf Adam nichts davon erfahren. Verliert ein Werwolf die Kontrolle, ist das sein Todesurteil und Adam, als der örtliche Alpha, ist für die Vollstreckung verantwortlich.

Nebenbei muss Mercy noch herausfinden, was es mit dem Buch auf sich hat, dass sie sich bei einem angehörigen des Feenvolkes geliehen hat. Es kann ja kein Zufall sein, dass plötzlich bewaffnete Kopfgeldjäger in ihrer Autowerkstatt auftauchen und Feenwesen nach Mercys Leben trachten…

“Zeichen des Silbers” hat mich gefesselt von der ersten Seite an. Patricia Briggs Schreibstil ist sehr frisch und ihre Hauptdarstellerin Mercy ist nicht auf den Mund gefallen. Sie ist schlagfertig, weiß aber, wann sie besser die Klappe halten sollte. Ich kann ihre Gedanken und Reaktionen gut nachvollziehen. Sie ist eine meiner absoluten Lieblingsheldinnen. (Und ich habe sehr oft Probleme mit Heldinnen, weil – seien wir Ehrlich – sie meistens doof sind.)

Enttäuscht hat mich nur das Ende. Gerade im Bezug auf Samuel habe ich das Gefühl, dass es nicht passt und alles etwas schnell ging. Da hat es sich die Autorin an ein paar Stellen zu einfach gemacht.

Wer “Mercy Thompson” noch nicht kennt, sollte mit dem ersten Band “Ruf des Mondes” beginnen, da die Bücher stark aufeinander aufbauen. Außerdem gibt es noch die “Alpha und Omega”-Serie von Patricia Briggs, die in einem anderen Rudel spielt und die ich auch sehr empfehlen kann.

“Zeichen des Silbers" wurde mir von Heyne zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 9. Januar 2011

“Glimpses” von Lynn Flewelling

"Glimpses" von Lynn Flewelling, erschienen bei Three Crow Press
Lynn Flewelling
"Glimpses"
Three Crow Press

Mit “Glimpses” hat Lynn Flewelling eine hübsche kleine Sammlung von Einblicken in ihre “Nightrunner”-Welt zusammen gestellt. In vier kurzen Geschichten erfährt der Leser etwas über die Vergangenheit der Serien-Charaktere. Für einen Blick in die Zukunft sorgt eine Leseprobe aus dem nächsten Teil der “Nightrunner”-Bücher, der 2011 erscheinen soll.

In den “Nightrunner”-Büchern geht es um den Dieb und Spion Seregil, der im ersten Band auf Alec trifft. Seregil befreit den jungen Mann aus einem Kerker und nimmt ihn als Lehrling mit sich. Alec wird, wie Seregil, Mitglied der Nightrunner, einer Gruppe von Spionen, die der skalanischen Königin verpflichtet sind.

Die Serie besticht vor allem durch die liebevoll gezeichneten Charaktere. Flewelling hat ein großes Talent dafür, ihre Welt mit Leben zu füllen. Dabei sind mir einige der Nebencharaktere besonders ans Herz gewachsen. (Mein Lieblings ist Thero. Ein junger, etwas steifer Zauberer, der im Verlauf der Serie eine enorme Entwicklung durchmacht.)

Die Abenteuer von Seregil, Alec und ihren Freunden sind actionreich ohne dabei banal zu werden. Für alle Romantiker gibt es eine Liebesgeschichte, die jedoch nicht die Handlung bestimmt.

“Glimpses” lohnt sich auf jeden Fall für alle “Nightrunner”-Fans, auch wenn das Büchlein mit 100 Seiten, plus ein paar Seiten mit Fan-Art, sehr dünn ist. Besonders gut hat mir die Geschichte “Misfit” gefallen, in der man mehr über Seregils Beziehung zu Prinz Korathan erfährt.

Zusätzlich zu der kleinen Bildergalerie am Ende, findet man auch in den Geschichten von Fans gemachte Illustrationen. Hier gefällt mir, dass Lynn Flewelling viele unterschiedliche Stile ausgewählt hat. Einige der Bilder haben mich überrascht, weil ich sowas in diesem Buch nicht erwartet hätte.

Wer Lust bekommen hat, einen Blick in Flewellings “Nightrunner”-Welt zu werfen, kann versuchen, sich die ersten drei Bände gebraucht auf Deutsch zu besorgen. Alle weiteren Bände wurden nicht übersetzt, man kann aber problemlos die englischen Ausgaben hier bekommen. Außerdem gibt es noch die Tamir-Trilogie, die in einem früheren Jahrhundert, aber in der selben Welt spielt. Hier gibt es alle Bände aktuell auf Deutsch.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch

Der Vorweihnachtsstress hat dafür gesorgt, dass es hier ein wenig ruhig geworden ist. Keine Sorge, spätestens ab Januar wird in diesen Blog wieder Leben reinkommen. Ein Vögelchen hat mir gezwitschert, dass das Christkind das ein oder andere Buch bei mir lassen wird. (Können einfach keine Geheimnisse für sich behalten, diese Vögel.) Außerdem habe ich schon ein paar Ideen, für neue Posts.

Bis dahin wünsche ich allen meinen Lesern fröhliche und vor allem ruhige und erholsame Weihnachten und schon mal einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Sonntag, 12. Dezember 2010

"Smaragdgrün" von Kerstin Gier

"Smaragdgrün" von Kerstin Gier, erschienen im Arena-Verlag
Kerstin Gier
"Smaragdgrün"
Arena-Verlag
Nachdem Gwendolyn vom Grafen von Saint Germain erfahren hat, dass Gideon nur versucht hat, sie zu manipulieren, ist sie am Boden zerstört. Aber wie ihre Freundin Leslie ihr ganz richtig in Erinnerung ruft, hat sie keine Zeit, ihr gebrochenes Herz zu pflegen. Irgendetwas plant der Graf und das könnte für Gwendolyn gefährlich werden.

Gwendolyn muss herausfinden, was ihr toter Großvater für sie versteckt hat und was der Graf vor hat. Aber ihre Gefühle für Gideon lassen sich nicht so einfach abstellen. Soll sie es riskieren, ihm zu vertrauen oder wird er mit dem, was sie entdeckt hat, sofort zu seinem Onkel Falk, dem Oberhaupt der Wächter, rennen?

“Smaragdgrün” ist für mich das lustigste der “Liebe geht durch alle Zeiten”-Bücher. Besonders der schlagfertige kleine Wasserspeier Xemerius bringt einige Lacher. Auch Gwendolyns kleine Geschwister, die in diesem Buch ein wenig öfter vorkamen als bei “Rubinrot” und “Saphirblau”, lockern die Handlung auf.

Aber obwohl “Smaragdgrün” lustig und auch spannend ist, ist es für mich das schwächste der drei Bücher. Der Anfang zieht sich und das muss dann in der zweiten Buchhälfte wieder eingeholt werden. Dafür ist das Ende eigentlich nicht schlecht. Was es mir verhagelt hat, ist das, was Gwendolyn und Gideon schließlich den entscheidenden Trumpf in die Hand gibt. Für mein Empfinden war das ein bisschen…. übertrieben. Aber darüber kann man sicher streiten. Und für alle Fans der “Rubinrot” und “Saphirblau”, ist “Smaragdgrün” sowieso Pflichtlektüre.